Dreamlines Alaska Pt.2: Die AndY Razic Kolumne

Alaska Dreamlines, Elchkäsekrainer und Bier

Auftanken

So sieht auftanken und planen aus

Nach dem perfekten Auftakt am Turnagain Pass machten wir uns auf den Weg zurück nach Anchorage, der mit Abstand größten Stadt Alaskas, zum Motorhome. Wieder wurden Proviant und Tanks aufgefüllt und das Wetter gecheckt. Die Vorhersage kündigte Neuschnee weiter nördlich von Anchorage, beim Hatcher Pass, an. Nach gut zwei Stunden Fahrt dort angekommen, blickten wir irritiert aus den Fenstern unserer spritfressenden Festung. Scheinbar nutzten die Einwohner das Wetter um unsere Alaska Dreamlines zu bewandern.

Alaska 2012

Die Powdernördz planen die nächsten Touren

Die etwa fünf Zentimeter Neuschnee waren ziemlich feucht und nicht unbedingt das, was wir uns erhofft hatten. Wir fragten ein paar Tourengeher die gerade ihren Grill anheizten, wie ihre Tour verlaufen war. Kaum hatten wir erwähnt, dass wir aus Österreich und Deutschland sind, wurden wir mit Unmengen an Infos, Bier und Elchkäsekrainer mit Jalapenos gefüttert. Die Alaska Dreamlines mussten also warten.

Alaska Dreamlines Ziel #1: Micro Dot

Mirco Dot

Die Dreamliners am Mirco Dot

Mit den Infos vom Vortag zogen wir am nächsten Morgen erneut los in Richtung Hatcher Pass, mit dem Ziel den „Micro Dot“ zu besteigen. Es war Montagmorgen und die vielen Menschen waren verschwunden. Obwohl die Alaska Dreamlines nun völlig frei vor uns lagen, stellten sich schnell erste Probleme ein.

Die offenbar sehr ehrgeizig angelegten Aufstiegsspuren erschwerten das Vorankommen selbst mit der besten Steighilfe enorm. Nur äußerst mühsam schleppten wir uns von Schritt zu Schritt. Das Anlegen einer eigenen Spur war aufgrund fehlender Harscheisen ohnehin zum Scheitern verurteilt. Außerdem: Wer nimmt schon Harscheisen nach Alaska mit?

Alaska weather… doesn’t make it better

Dreamlines Steak

Das nennt man dann wohl ein Dreamlines-Steak

Als die Dreamlines sich Richtung Nordseite zogen, stießen wir aber auf lockeren Powder mit stabiler Unterlage. Nach der intensiven Aufwärmrunde fiel unser Blick auf eine Rinne weit hinten in einem Talschluss. „The last Couloir“ sollte die nächste Station der Alaska Dreamlines werden. Am Zustieg zur Rinne kamen wir an der Ruine einer alten Goldmine vorbei.

Der Goldrausch zog an uns vorbei, die Wolken nicht. Kaum hatten wir die erste Hälfte der Rinne erklommen, rollte die graue Wand in unsere Richtung und machte unserem Vorhaben den Garaus. Aufgehoben ist natürlich nicht aufgeschoben und so wollten wir am nächsten Tag einen neuen Versuch starten. Die zwei Kilogramm Steak beim Abendessen, die wir schwer ausgehungert in Rekordzeit verschlangen, sollten dafür die nötige Kraft spenden.

Konkurrenz in den Alaska Dreamlines

Am nächsten Tag begrüßte uns endlich ein wolkenloser Himmel. Gut gelaunt machten wir uns wieder zu unserer Alaska Dreamline auf. Am Einstieg angekommen, staunten wir nicht schlecht, als eine andere Dreiergruppe bereits die ersten Meter zurückgelegt hatte. Wir fanden ein Stück weiter eine weitere, kleinere Rinne mit relativ entspannter Aufstiegsmöglichkeit. Der Schnee war wieder sehr schön gesetzt und stabil, trotzdem überkam mich an einer etwas steileren Querung ein Bauchgefühl, das nichts Gutes versprach. Da wir zu Beginn unseres Trips ausgemacht hatten, bei einem schlechten Gefühl das Vorhaben zu beenden, machten wir uns kurz darauf zum legendären Thomson Pass auf. Aber dazu mehr im nächsten Teil.

Thomson Pass

Die Dreamliners Alaska unterwegs zum Thomson Pass

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