Salewa Athlet Michi Wohlleben: „Project Jirishanca“

Der Salewa Athlet Michi Wohlleben hat am Fels schon viel erlebt. Im Jahr 2011 verwirklichte er Projekte an den Drei Zinnen und in Marokko. Seine neueste Herausforderung suchte der Globetrotter am Jirishanca in Peru.

Salewa Athlet Michi Wohlleben vs. Wettergott Teil 2

Michi Wohlleben Salewa

Salewa Athlet Michi Wohlleben mit seinen beiden Partnern

Zusammen mit den beiden Bergführern Arne Bergau und Johannes Jähn machte sich der  Salewa Athlet Michi Wohlleben am 27. Mai auf zum 6.094 Meter hohen „Matterhorn Perus“. Ziel der Aktion: die Erstbesteigung am Ostpfeiler. In Lima angekommen, wurde der Zivilisation schnell der Rücken gekehrt und das Basiscamp am Fuß des Jirishanca auf 4.500 Metern eingerichtet. Zwei Tage dauerte der Materialtransport zum Einstieg, bevor endlich der Klettergurt angelegt werden konnte. Doch wie schon bei den Drei Zinnen in den Dolomiten wollte das Wetter einfach nicht mitspielen.

Das doppelte Eisdach

Michi Wohlleben in Peru

Schwierige Herausforderungen für Michi Wohlleben und Co.

Auf nassem Fels und an teilweise schneebedeckten Wänden arbeiteten sich der Salewa Athlet Michi Wohlleben und seine Begleiter Seil für Seil nach oben. Das eigentlich wunderschöne Felsgelände wurde zur Prüfung für Geist und Körper. Dennoch erreichte die Gruppe das erste Ziel innerhalb der geplanten zehn Tage. Nach einem Ruhetag im neuen Basecamp ging es wieder los – diesmal Richtung Gipfel.

Auf 5.800 Metern wartete das erste Eisdach. Durch eine nächtliche Fixierung wurde die Hürde am nächsten Tag aber schnell überwunden. Mehr Probleme bereitete Salewa Athlet Michi Wohlleben die zweite, größere Version: „So was bin ich noch nicht mal in den Alpen geklettert …“.

Salewa Athlet Michi Wohlleben kurz vorm Ziel eingeschneit

Doch auch das zweite Eisdach wurde schließlich bezwungen und der Gipfelgrat auf 6.000 Metern erreicht. Der Gipfel schien bereits zum Greifen nahe. Doch das Schicksal sollte sich wenden. Ein Wetterumschwung versetzte den sich bereits in Sichtweite befindenden Gipfel in die Unantastbarkeit. Obwohl noch genug Zeit gewesen wäre, erstickten die Schneemassen alle Hoffnungen im Ansatz. „Hochklettern wäre vielleicht gegangen, aber das  Runterkommen wäre zum Problem geworden. Sichern, geschweige denn Abseilen war unmöglich“, sagt Salewa Athlet Michi Wohlleben.

Fast zu 100 % zufrieden: Salewa Athlet Michi Wohlleben

Michi Wohlleben Jirishanca

Salewa Athlet Michi Wohlleben auf dem Jirishanca in Peru

Zum Umkehren gezwungen, begann die Gruppe mit dem Abseilen, das bis ein Uhr nachts dauern sollte. Am Tag darauf wurden die restlichen Materialien von der Wand entfernt und die Heimreise geplant. Am 22. Juni bestiegen die Athleten schließlich das Flugzeug in die Heimat. „Ich sehe die Leistung erst als 100%ig erbracht, wenn man eine schwere Route geklettert ist und am Gipfel stand.Dieser Beigeschmack bleibt – dennoch waren die Kletterbedingungen sehr anspruchsvoll und ich bin an meine Grenzen gegangen, physisch wie psychisch. Ich weiß jetzt, dass ich auch in großer Höhe schwer klettern kann und bin motiviert für die nächste Expedition“, resümiert Salewa Athlet Michi Wohlleben den Trip.

Immerhin ist der 21-Jährige schon über 1.000 Meter anspruchsvolles alpines Gelände geklettert – bei Schwierigkeitsgraden bis 8 und das zwischen 5.000 und 6.000 Höhenmetern.

Mehr Infos zum Salewa Athlet Michi Wohlleben und seinen Projekten gibt es auf der Homepage http://www.michiwohlleben.de/

 

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