Timmelsjoch: Alpenüberquerung auf dem Rennrad

Das Timmelsjoch mit dem Rennrad zu überqueren hat mittlerweile einen gewissen Kultstatus erreicht. Der höchste Anstieg des Ötztal Marathons ist zwar unglaublich schön, aber auch mit einiger Anstrengung verbunden.

Alpenüberquerung am Rennrad für Grenzgänger

In Serpentinen das Timmelsjoch hinauf

Herausforderung Timmelsjoch

Der Pass verbindet Sölden mit St. Leonhard bei Meran in Südtirol. Von beiden Orten aus kann die Alpenüberquerung auf dem Rennrad in Angriff genommen werden. Das Erlebnis ist allerdings unterschiedlich.

Während die Ostrampe von St. Leonhard aus den Sportler permanent an seine Grenzen bringt, bietet die Nordrampe einen Aufstieg mit Überraschungen. Beide Strecken sind eine echte Herausforderung und wunderschön.

Alpenüberquerung am Rennrad von Österreich aus: die Nordrampe

Mit 22,3 Kilometern ist die Alpenüberquerung auf dem Rennrad von Sölden aus kürzer. Dennoch warten neben großartigen Panoramen auch hier zahlreiche Passagen, die Kraft, Ausdauer und vor allem Geduld erfordern. Obwohl viele den Pass vom Ötztal aus ansteuern, beginnt der eigentliche Aufstieg erst ab Zwieselstein (1.470 Meter). Steigungen über zehn Prozent bringen die Pedale erstmals zum Glühen.

Der letzte Anstieg

Insgesamt ist der erste Teil aber noch relativ einfach. Bei Untergurgl wartet ein etwa drei Kilometer langer und im Schnitt zehn Prozent steiler Aufstieg, der bei der Mautstation endet. Nach einer Abfahrt liegen noch etwa fünf Kilometer zwischen dem Fahrer und dem Joch.

Der Klassiker für Radfans, das TImmelsjoch

Der Klassiker für Rennradfans

Spitzensteigungen bis 13 Prozent und der häufig besonders lästige Gegenwind verlangen einem am Schluss der Alpenüberquerung mit dem Rennrad noch einmal alles ab. Knappe zwei Stunden ist der Durchschnitt der Fahrer an der Nordrampe unterwegs.

Alpenüberquerung am Rennrad von Italien aus: die Ostrampe

Die berühmtere Variante der Alpenüberquerung auf dem Rennrad ist die Ostrampe. Mit 29 Kilometern ist der Aufstieg auf italienischer Seite deutlich länger. Auch die 1.821 Höhenmeter sind im Vergleich zu den 1.269 der Nordrampe fordernder. Von St. Leonhard aus führt die Straße in Richtung der Ortschaft Moos, wo sich die Höhenmeter langsam aber sicher zu überschlagen scheinen. Serpentine reiht sich an Serpentine, ehe sich bei Kilometer 18 eine gute Möglichkeit für eine Pause bietet.

Lichtblicke im Tunnel

Eine Stärkung ist übrigens zu empfehlen, da auch auf den letzten elf Kilometern erneut die Steilheit regiert. Lichtblicke bieten ausgerechnet die letzten beiden Tunnel, da von dort aus nur noch ein Kilometer überstanden werden muss. Die durchschnittliche Zeit für die Alpenüberquerung auf dem Rennrad über diese Route beträgt etwa zweieinhalb Stunden.

Hoteltipp: Edelweiss & Gurgl

Erholung im Hotel Edelweiss & Gurgl

Erholung nach der Rennradtour

Zwischen Sölden und dem Timmelsjoch-Pass liegt das Hotel Edelweiss & Gurgl in der Ortschaft Obergurgl. Bei einer Alpenüberquerung am Rennrad von Obergurgl aus spart man sich somit die im Vergleich relativ flachen ersten Kilometer von Sölden Richtung Pass. Die steilen Anstiege auf den 13 Kilometern Richtung Grenze verlangen ohnehin einiges an Ausdauer. Erholung findet man auf dem Weg abwärts Richtung Südtirol, bevor die wunderschöne Ostrampen-Runde erneut an den Kräften zehrt. Zeit für Entspannung gibt es im Anschluss genug. Gletscher Spa, Reflexzonen-Massagen oder eine Rückenbehandlung bringen den geschundenen Körper wieder auf Vordermann. Um die Radpflege kümmert sich das hauseigene Sportgeschäft Scheiber.

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