Mein erster Triathlon in Ingolstadt

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Endlich. Die Triathlon Premiere liegt hinter mir. Es war unglaublich: erst eine Mischung aus Vorfreude und leichter Nervosität, dann endlich der Startschuss gefolgt von einem ordentlichen Adrenalinschub, der Kampf mit Atemzügen und Schlingpflanzen, die Konzentration in der Wechselzone, volle Power am Rad und peitschender Regen auf meinen ganzen Körper, der Endspurt auf der Laufstrecke mit aufkommendem Glücksgefühl und dann … die Entäuschung, weil alles schon vorbei war nach nur 1 Stunde und 16 Minuten.

Super Location beim Triathlon in Ingolstadt

Schon am Vortag machten Sportalpen-Triathlet Torsten Neufeld und ich eine Location-Besichtigung und checkten unsere Räder ein. Das Areal um den Baggersee ist idyllisch und abgelegen. Die Laufstrecke rund um den See ist ein durchwegs flacher Schotterweg. Start, Wechselzone und Ziel waren an drei unterschiedlichen Plätzen, was ich eher ungewöhnlich fand.

Cornelia und Torsten in der WechselzoneDie Tatsache, dass drei Disziplinen mit insgesamt 2.000 Teilnehmern zu unterschiedlichen Zeiten und das an einem Tag durchgeführt wurden, erklärte jedoch die Aufteilung. Mit Torsten hatte ich natürlich den Profi-Betreuer an meiner Seite, er richtete mit mir die Wechselzone und gab mir einige Tipps für den Wettkampf mit auf den Weg. Auch den Zeitplan für den Wettkampf gingen wir schon am Vortag durch und dann war es endlich soweit.

Triathlon in Ingolstadt – mein Debüt

Cornelia Schierl - Camaro X-PulsorIch war im zweiten Startblock des Jedermann-Triathlons um 8.50 Uhr dran. Das bedeutete, Tagwache um 6.00 Uhr, damit ich noch frühstücken konnte, ohne es später zu bereuen.

Um 7.30 Uhr waren wir am Veranstaltungsort und checkten noch mal die Wechselzone. Alles einrichten, die Wege abgehen, Reifen aufpumpen und dann zur Athletenbesprechung.
Hinter dem Startbereich suchten wir uns einen ruhigen Platz zum Aufwärmen. Torsten war erst um 12.00 Uhr dran – perfekt für mich, so hatte ich gleich meinen Personal-Betreuer mit dabei. Schon beim Aufwärmen war mein Puls in Trainingshöhe aufgrund der Aufregung.

500 m Schwimmen beim Triathlon in Ingolstadt

Cornelia kurz vor der Austiegsrampe

Mit meinem silbergrauen Camaro X-Pulsor fiel ich in der Menge der schwarzen Neos ziemlich auf. Punkt 8.50 Uhr ertönte der Startschuss. Alle stürmten ins Wasser und ich hatte sofort eine perfekte Position im seitlichen Mittelfeld. Kein Stoßen, Treten oder ähnliches. Dennoch war das Schwimmen im See sehr ungewohnt.

Der Blick in „das schwarze Loch“, zwischendrin ein paar Schlingpflanzen, der Puls in Höhe des Kehlkopfes und dann, nach den ersten paar Metern, hab ich gleich mal einen kräftigen Schluck Baggerseewasser genommen. Ab hier ging es für mich erst einmal mit Brust-Tempi weiter.Erfreulicherweise war ich mit dieser Technik schneller als manche Krauler.

Triathlon Ingolstadt Camaro X Pulsor

Nach ca. 10 Minuten hatte ich die Ausstiegsrampe erreicht, stieg aus dem Wasser und rief sofort alles ab, was ich mit Torsten zuvor besprochen hatte.

Neo bis zur Hüfte ausziehen, Brille und Badehaube in eine Hand. Zum Rad laufen, Schwimmsachen in die Tüte werfen, Neo ausziehen und in gebückter Haltung gleich den Helm aufsetzen (WICHTIG: gleich schließen), Schuhe an, Startnummer umhängen, Rad nehmen und den besprochenen Weg durch die Wechselzone zur Aufstiegslinie laufen.

20 km Rad fahren beim Triathlon Ingolstadt

Die Radstrecke war schön flach mit nur wenigen Höhenmetern und einem Wendepunkt nach 10 km. Der Regen peitschte während der ganzen Fahrt in mein Gesicht, es schüttete, was nur ging. Egal, nass war ich schon und Kälte spürte ich nicht aufgrund des Adrenalins. Ich war voll in meinem Element und fand das schlechte Wetter ziemlich cool.

Radstrecke - Cornelia

Zudem saß ich auf einem genialen Rad, dem Airstreeem Aerotype, das genau für mich zusammengestellt war und mich regelrecht über die Strecke trug. Am Hinweg lieferte ich mir mit einer Konkurrentin ein Kopf-an-Kopf-Rennen, am Rückweg ließ ich sie dann hinter mir.

Als ich die Wechselzone wieder erreichte, merkte ich erst, wie kalt bzw. steif meine Hände waren und den Helm konnte ich nur noch mit beiden Händen öffnen. Auch die Laufschuhe konnte ich nur mühsam schnüren, Gott sei Dank haben meine Salomon XT WINGS S-Lab 4 ein Schnellschnürsystem – Masche binden wär auf keinen Fall möglich gewesen. Für den vom Regen vermatschen Schotterweg waren sie auch bestens geeignet.

5 km laufen um den Baggersee beim Triathlon Ingolstadt

Triathlon Ingolstadt - LaufetappeAuf den ersten paar Metern spürte ich noch die Umstellung vom Radfahren aufs Laufen. Ich versuchte locker zu bleiben, um Krämpfe zu vermeiden. „Ich kann ja noch zum Schluss Gas geben“, dachte ich mir. Bis auf ein paar Seitenstiche verlief auch der abschließende Run recht gut. Ich konnte sogar noch ein paar Damen einholen.
Torsten, mein Personal-Betreuer, stand jedes Mal an der Wechselzone parat und feuerte mich an für 10, auch kurz vor dem Ziel brachte er mich mit seinen Zurufen dazu, einen Sprint hinzulegen, nachdem ich einen Lachanfall unterdrücken konnte.

Im Ziel angekommen, war ich einerseits stolz und andererseits enttäuscht, dass es schon vorbei war. Da aber Torsten um 12.00 Uhr startete, konnte ich das Ganze zumindest nochmals als Betreuer miterleben und bald ist ja schon mein nächster Wettkampf.

Cornelia Schierl

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