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Emanuel in USA: Half-Ironman in Florida

Anfang November ging es für Emanuel und seine beiden Begleiter in die USA zu seinem ersten Half-Ironman. Ein Erlebnis mit Überraschungseffekt.

United States of America 

Emanuel mit Benjamin nach seiner Ankunft in Miami.

Am 1. November war es endlich soweit und es ging für meine beiden Begleiter und mich das erste Mal über den „großen Teich“ in die Vereinigten Staaten. Unser Ziel: der Rev3 Half-Ironman in Florida. Doch bevor wir im Sunshine State ankamen, wartete erst einmal der „große Apfel“ in New York: Wolkenkratzer, U-Bahnen und Menschen – jede Menge Menschen! Sehr beeindruckend. Auch die Action des New York City Marathons bekamen wir am Rande mit. Dann hieß es allerdings wieder „Boarding“ und ab nach Tampa Bay.

Genaue Kontrolle

Emanuels Transportmittel in Florida.

Die Umgebung um Tampa war umwerfend und so konnten wir es kaum erwarten die Räder zusammenzubauen. Der erste Blick auf die Koffer löste allerdings einen kleinen Schock aus: Zehn der 15 Schlösser waren zerstört und meine Radnarben verschwunden. Da waren wohl besonders gewissenhafte Kontrolleure am Werk. Ersatz war allerdings schnell gefunden und so befanden wir uns nur wenig später in unserem gemieteten Wohnmobil in Richtung Süden.

Florida ist ein echtes Paradies für Rennradfahrer.

Trainingsplatz Florida

Die ersten beiden Tage verbrachten wir größtenteils auf den traumhaften Radstrecken in Fort Myers, an der Westküste zwischen Tampa und Miami. Viel Zeit blieb uns für die schönen Strände allerdings nicht, denn an Tag drei warteten die berühmten Everglades und nach der ersten Woche schließlich Venice, der Veranstaltungsort des Rev3 Half-Ironmans. Kaum in Venice angekommen, machte sich die Anspannung breit. Den Tag vor dem Triathlon nutzte ich zur Orientierung. Einmal die Schwimmstrecke abgeschwommen und das Rad durchgecheckt – soweit schien alles zu passen.

Mein erster Half-Ironman

Emanuel top-motiviert für seinen ersten Half-Ironman.

Und dann war es soweit… der Tag meiner ersten Halbdistanz stand am Plan. Um 4 Uhr hieß es aufstehen, ordentlich Marmeladenbrote essen und noch einmal das Zeug durchchecken. Eineinhalb Stunden später bewegt sich das Wohnmobil auch schon Richtung Venice Beach. Bis 6:45 Uhr konnte man vor Ort sein Rad checken, Laufschuhe und alles andere platzieren, bevor es um 7:00 Uhr an den Start ging. Das Schwimmen im Meer lief richtig gut und ich konnte nach 30:27 Minuten aus dem Wasser steigen. Der Wechsel auf das Rad verlief ebenfalls reibungslos. Jetzt hieß es 90km volle Kraft voraus!

Spaß am Rad – Qual zu Fuß

Die Rennräder nahmen Emanuel und seine Begleiter gleich mit nach Florida.

Bei Kilometer acht machte ich gleich mal Bekanntschaft mit einem Schlagloch und verlor meine Trinkflasche sowie die Hälfte meiner Gels. Halb so schlimm, die Labestationen waren ohnehin sehr gut positioniert. Außerdem ging es bei den 90 Kilometern nur über 100 Höhenmeter – was für ein Spaß! Nach 2:18 Stunden und einem Schnitt von 40 km/h erreichte ich das Radfinish. Ein kurzer Check brachte den Extra-Motivationsschub: Ich befand mich auf Platz fünf bei den Amateuren! Die ersten vier Kilometer überwand ich in einem Schnitt von unter vier Minuten, doch dann musste ich das Tempo drosseln. Stellenweise sank die Zeit bis auf 5:30 Minuten pro Kilometer – das tat richtig weh. So wurde der letzte Teil der 21 Kilometer eher zu einem Kampf, der nach 4:38 Stunden schließlich endete.

Überraschendes Ergebnis beim 1. Half-Ironman

Die letzten Sonnenstrahlen vor der Abreise genießen.

Nach einer kurzen Erholung wagte ich den Blick auf die Ergebnistafel – und war überrascht: Platz 2 in meiner Altersklasse und 15. im Gesamtklassement. Wahnsinn! Bei der Siegerehrung dann der nächste Hammer: Der Sprecher verkündete mich als Gewinner, weil der Erstplatzierte des Overall-Rankings ebenfalls aus meiner Altersklasse war und deshalb aus dieser gestrichen wurde. Ich konnte es nicht glauben. Als krönender Abschluss der Saison 2013 also noch ein Sieg in Florida bei meinem ersten Half-Ironman. Natürlich wäre das Ganze ohne die Unterstützung meiner Freunde Vanessa und Benjamin sowie meiner Sponsoren nicht möglich gewesen. Deshalb Danke an dieser Stelle an alle für das wunderbare Jahr 2013 und…

… bis Bald!