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Peak to Creek: Staffel-Wahnsinn im Ötztal

Bergsport-Treffen beim Peak to Creek

Österreichs berühmteste Gletschermumie Ötzi war zu Lebzeiten wohl einer der ersten, die das Potenzial des Ötztals zu schätzen wussten. Saftige Wiesen, tosende Bäche und „angezuckerte“ Bergspitzen machen den Tiroler Ort für Sportler aus allen Bereichen interessant.

Die unterschiedlichen Sportarten zu verbinden, ist allerdings neu. Die Organisatoren des Peak to Creek machten es sich zur Aufgabe, acht Sportarten zu einer exotischen Staffel zu kombinieren. Drei internationale Teams kämpfen sich dabei vom Berg ins Tal. „Die Idee dabei ist, dass wir alle Bergsportler bei einem Event versammeln können“, meint Organisator und Kajak-Sportler Schorschi Schauf, der auch viel Wert auf das Gemeinschaftserleben während des Events legt.

Peak to Creek: acht Sportarten und ein Ziel

Ausgangspunkt des Rennens ist die Schwarze Schneide auf 3.340 Metern, von wo die ersten Athleten mit Skiern die Piste hinunterjagen.

Bei der Mautstelle übergibt der Skifahrer auf den Mountainbiker, der versucht, so schnell wie möglich die Ötztaler Ache zu erreichen. Dort steht der Bergläufer, der vorbei an Tirols höchstem Wasserfall Richtung Engelswand unterwegs sein wird.

Die Kletterwand ist mit drei unterschiedlichen, aber gleich schweren Routen markiert. Wer zuerst kommt, hat die Wahl. Ganz oben wartet eine Glocke, ganz unten der Rennradfahrer.

Nach einem sanften Beginn geht die Rennradstrecke in eine knapp 10 Kilometer lange Steigung mit bis zu 18 Prozent über. Ist diese überwunden, warten noch ein paar Kehren und zwei weitere kleinere Aufstiege, bis, endlich, bei Ochsengarten der Skibergsteiger am Horizont erscheint.

Beim Peak to Creek trifft Sommer auf Winter

Der Skitourengeher beginnt mit einem Aufwärmanstieg von 100 Höhenmetern. Die weitere Strecke führt ihn durch den Wald bis über die Baumgrenze in freies Gelände. Auch hier darf die Route frei gewählt werden.

Am Rosskopf (2.399 Meter) empfängt der Paraglider schließlich den erschöpften Skibergsteiger. 1.500 Meter oberhalb des Landeplatzes beginnt das Rennen in der Luft. Gut einsehbar für die Zuschauer und streng beobachtet von der Jury ziehen die Sportler ihre Kreise.

Nach der Landung stürzen sich die Kajak-Fahrer in die Ötztaler Ache, in der Überholen unmöglich ist. Rund eine Minute kämpfen die Athleten mit den Fluten, bevor ins Raftingboot gewechselt wird. In diesem sind dann alle Teilnehmer der Staffel vereint: Skirennfahrer, Mountainbike Profis, Bergläufer, Kletterer, Rennradfahrer, Paraglider-Piloten und Kajak-Fahrer. Gemeinsam versuchen sie, im Schlauchboot die 6,8 Kilometer lange Strecke zu überwinden und die Area 47 als erste zu erreichen.

Peak to Creek mit Starcharakter

Salomon Athlet Markus Kröll

85 Kilometer und 2.500 Höhenmeter erwarten die Spezialisten insgesamt. In die Teilnehmerliste tragen sich auch dieses Jahr wieder einige Eliteathleten ein. So hat sich z. B. für die Kategorie Berglauf der „Dolomitenmann“ und Salomon Athlet Markus Kröll angemeldet.

Auf den Skiern wird Freeski-Profi Axel Naglich, auch bekannt aus dem Film Mount St. Elias, zu sehen sein und im Skibergsteigen kämpft der österreichische Vizemeister Alexander Fasser um den Sieg.

Viele Highlights für die Zuseher des Peak to Creek

Zuseher können in der Area 47 einige actiongeladene Tage verbringen, die internationalen Athleten beim Peak to Creek anfeuern und beim Meet and Greet sogar persönlich treffen.

Das Event beginnt am Samstag, den 28. April mit der Eröffnung. Am Tag darauf finden TV-Drehs und ein Meet and Greet mit den Stars des Peak to Creek statt. Der Montag fängt bereits um 5:30 Uhr mit einem Sonnenaufgangsfrühstück an, bevor um 10 Uhr der Startschuss fällt. Im Anschluss folgen die Siegerehrung und eine vom Veranstalter garantiert legendäre Party bis in die Morgenstunden.

Alle Infos zum Peak to Creek 2012