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Serfaus-Fiss-Ladis im Skigebieter Test

Herrliche Ausblicke verspricht die Z1 Panoramaplattform im Skigebiet.


Dieses Mal ging die Reise für den Skigebieter ins hintere Tiroler Inntal nach Serfaus-Fiss-Ladis. Ein riesiges Skigebiet, das höchste Ansprüche auf Qualität legt und sowohl Familien als auch Individualisten vorbildlich versorgt. Sein Ticket in die Skiwelt: die Snow Card Tirol.

–––– Facts ––––

Liftpasspreise mit Gästekarte:

Tag € 58,00,-

6-Tages-Skipass € 270,-

Saison:  € 755,-

Öffnungszeiten:

Anfang Dezember – Mitte April

09.00 – 16.00 Uhr

Pistenkilometer:

214

Specials:

> Serfauser Sauser

> Fisser Flieger & Skyswing

> Crystal Cube

> vielseitige Kinderländer- & Almen

Nützliche Links:

> Pistenplan

Anreise per U-Bahn

Für die Anreise nach Serfaus-Fiss-Ladis bietet die Region den Wintersportlern zwei Möglichkeiten. Option eins ist die klassische Wahl: bequem mit dem Auto direkt zur Liftstation in Fiss. So weit, so normal. Einzigartig beginnt der Skitag allerdings, wenn man sich dafür entscheidet in Serfaus zu starten. Im Zuge der verkehrsberuhigten Zone entstand 1985 die Dorfbahn Serfaus – die einzige U-Bahn in Österreich außerhalb Wiens und die zweitkleinste der Welt. Vom großräumigen Parkplatz fährt man dort direkt – und kostenlos! – zur Talstation der Komperdellbahn in Serfaus. Definitiv eine außergewöhnliche Erfahrung. Besonders praktisch: Der Check-in des Skiverleihs Patscheider befindet sich direkt unter der Talstation.
Tipp: Wer wie ich die Snow Card Tirol in der Jacke hat, spart sich den Weg zur Kasse.

Das Paradies für Kinder

Die Bergfahrt mit der Komperdellbahn bringt mich in eine gute Ausgangslage. Von dort lässt sich das Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis optimal erkunden. Dabei gibt es schon rund um die Bergstation einiges zu entdecken, allen voran das Kinderparadies. Die „Kinderschneealm“ ist ein beispielloses Skizentrum für den Nachwuchs. Im voll ausgestatteten Mini-Dorf finden sich unzählige Extras, die Kinderherzen höher schlagen lassen. Mittendrin: die breit aufgestellte Truppe der Skischule Serfaus. 
Die Liebe zum Detail geht noch über die Grenzen der Kinderschneealm hinaus. Unweit des Dorfes befinden sich etwa der Murmlitrail, der Kinder mit auf eine Reise durch den Zauberwald nehmen. Zudem wurden Speziallifte installiert, die es den Kleinsten ermöglichen, alleine mit dem Sessellift zu fahren. All das macht Serfaus-Fiss-Ladis zu einem echten Maßstab für Familienskiurlauber.

Fun in zwei Akten

Auch die etwas ältere Generation findet ganz in der Nähe ihren „Spielplatz“. Mit dem Jib Circus und dem Progression Circus warten nach einer Fahrt mit der Planseggbahn gleich zwei Snowparks darauf, erkundet zu werden. Zahlreiche Boxes, Rails und Kicker in verschiedensten Variationen locken Freestyler in die Parks. Eine gute Gelegenheit, um sich Tricks abzuschauen. Nach ein paar mehr oder weniger erfolgreichen Stunts und dem Austausch mit den Locals geht es für mich über eine blaue Piste zur Talstation der Königsleithebahn, die mir den Weg nach Fiss und Ladis öffnet. Eine entspannte (und schnelle) Auffahrt später stehen eine Menge Pisten zur Auswahl, die mich zum Plateau der Möseralm und in das Zentrum des Skiareals Fiss führen.

Action im Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis

Wie umfangreich das Angebot im Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis ist, zeigt sich hier noch einmal deutlich. So saust während der Abfahrt über den „Kernboden“ schon mal der Fisser Flieger – ein Doppeldecker-Fluggerät – über die Köpfe der Skifahrer. Wer noch mehr „Rollercoaster“-Feeling aufschnappen will, wird schnell bedient. Mit dem Skyswing (Riesenschaukel) und dem Serfauser Sauser (ZIP-Line, Serfaus) warten noch zwei weitere Fahrgeschäfte auf die Wintersportler. Zudem finden Familien in Fiss ein eigenes Übungsland sowie ein Familienrestaurant.

Hoch hinaus in Serfaus-Fiss-Ladis

Mein nächstes Ziel im Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis sollte mich hoch hinaus bringen. Schon von der Ferne erkennt man die eigenwillige Architektur des CUBE, die am Gipfel des Zwölferkopfes über den Hang ragt. Mit den beiden Schönjochbahnen, der Abfahrt 21 und der Auffahrt mit der Almbahn erreiche ich den markanten Glaskubus, in dem sich auf Reservierung exklusiv speisen lässt. Gleich neben dem beeindruckenden Bauwerk befindet sich die Z1 Aussichtsplattform auf 2.600 Meter. Ich nutze den Zwischenstopp für drei Dinge: ein Timeout, Fotos und einen unvergesslichen Blick auf die Bergwelt. Apropos Timeout: Überall im Skigebiet verteilen sich zahlreiche Spots, die zum Sonnenstrahlen tanken einladen.

Direttissima in den Tiefschnee

Bevor es an die wohlverdiente Essenspause geht, widme ich mich den Freeride-Strecken. Direkt vom CUBE führen mehrere Varianten durch den Powder nach unten. Wer sich besonders viel zutraut, wählt die „Kamikaze“ – mit 70 Prozent Gefälle. Für mich reicht an diesem Tag auch die ebenfalls schwarze „Direttissima“. Ein perfekter Mix aus Tiefschnee und steilem Hang versetzt mich nach wenigen Momenten direkt in den Freeride-Modus. Ganz ohne lästige Steine oder anderen unangenehmen Überraschungen geht es mit Zug bis zum Einstieg in die Piste – was für ein Feeling!

Wer hat an der Uhr gedreht?

Über eine alternative Kombination an Pisten und Liften führt mich mein Weg schlussendlich zurück nach Serfaus, einem Tipp der Locals folgend. Das Restaurant Lassida an der Bergstation der Lazidbahn ist für sein Tiroler Gröstl bekannt. Zeit, der Sache nachzugehen.
Während ich die letzten Bissen genieße, lasse ich mir den Tag in Serfaus-Fiss-Ladis noch einmal durch den Kopf gehen – und bereue nur eines: den verpassten Besuch am Masnerkopf (2.828 m) mit Blick in die Schweiz. Aber ein Tag reicht einfach nicht aus, um das Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis komplett zu erkunden. Mehr Zeit bleibt allerdings nicht, denn schon am nächsten Tag kommt die Snow Card Tirol erneut zum Einsatz. Dieses Mal im Skigebiet Nauders.

–––– Skigebieter Fazit ––––

Serfaus-Fiss-Ladis ist eines der komplettesten Skigebiete. Besonders die Auswahl für Familien ist unerreicht. In Sachen Kinderangebot setzt die Region Maßstäbe. Die enorme Pistenvielfalt und Highlights wie der Glas-Cube bieten jedem Wintersportler, was er sucht.