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Chiemsee Triathlon: Was für ein Rennen

Nach der Hitzeschlacht in Bardolino wurde Sportalpen Athletin Cornelia im benachbarten Bayern mit dem anderen Extrem konfrontiert. Am Tag vor dem Wettkampf herrschte noch sonnige Urlaubsstimmung in Chieming, am Tag des Rennens sah man bestenfalls strahlende Gesichter.

Ich war noch etwas müde von unserem Trailrunningcamp und der Autofahrerrei, freute mich aber schon sehr auf den Start am Chiemsee. Lange hatte ich das Rennen über der Grenze bereits ins Auge gefasst und nun war es endlich soweit.

Startschuß für den Chiemsee Triathlon

Gespannt und leicht nervös verfolgte ich den Start der Mitteldistanz um 9.00 Uhr. Wir Teilnehmer der Olympischen gingen um 9.30 Uhr als zweite Welle ins Rennen. Der See war noch schön glatt und ich entschied mich diesmal sogar für’s Einschwimmen. Kurz vor dem Start überlegte ich noch, wo ich mich am besten platzieren könnte um nach dem Start möglichst bald meinen Rhythmus zu finden. Links außen und weit vorne war meine Wahl. Die Schützen setzten den Startschuß und im ersten Moment war ich so erschrocken, dass ich nochmal laut schrie bevor ich mich ins Wasser hechtete. Die Schwimmstrecke war in einer U-Form ausgerichtet. Für die Mitteldistanzler 500 m länger als für uns. Ich hatte ein gutes Gefühl und konnte meinen Rhythmus schwimmen. Am Rückweg Richtung Ufer bemerkte ich dann, dass es bereits zu regnen begonnen hatte., was mich aber nicht weiter störte, da ich im Wettkampf Regen dem Sonnenschein bevorzuge.

 

Am Schwimmausstieg erlebte ich bereits das erste persönliche Highlight: Anita und ihr Mann, zwei Teilnehmer unseres Laufopenings standen dort und feuerten mich kräftig an. Das motivierte mich extrem. Die Wechselzone hatte ich mir gut eingeprägt und so fand ich auf Anhieb meinen Wechselbeutel und mein Rad.

„Volle Pulle“ hieß es nicht nur für die Athleten

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Mein Wechsel auf’s Rad

Als ich auf das Rad aufstieg regnete es leicht. Perfekte Bedingungen für mich. Ich war sehr gespannt auf die Strecke und erlebte sie extrem abwechslungsreich. Die 460 Höhenmeter waren in mehreren Kupierungen versteckt so kam es, dass man nie einen längeren Anstieg am Stück fahren musste. Hätte die Sonne gescheint, wäre die Strecke durch die bayerische Landschaft sicherlich sehr idyllisch gewesen. Auch mit technischen Passagen in Form von vielen Kurven durch die kleinen Ortschaften wurden wir konfrontiert. Mein absoluter Highlight-Abschnitt war die Teilstrecke durch den Golfplatz und ein darauf folgender Waldweg. Während der Fahrt nahm der Regen stetig zu und irgendwann goß es wie aus Eimern. Kurz bevor es zurück nach Chieming ging wurden wir bei einer Abfahrt nochmals so richtig vom Regen gepeitscht.

Der Wechsel in die Laufschuhe war mit kalten Händen nicht gerade einfach. Doch ich freute mich auf den dritten und letzten Teil des Chiemsee Triathlons. Auch die Laufstrecke war sehr speziell und hatte von Asphalt, über Schotter, Waldboden und Wiesen alles zu bieten. Bald konnte ich mich an zwei Tempomacher anhängen mit denen die 10 km wie im Flug vergingen. Auf der Zielgeraden konnten wir sogar noch einen Zahn zulegen und liefen dann völlig fertig und glücklich zu dritt im Ziel ein.
Ich war sehr zufrieden, denn das Lauftempo war echt gut für meine Verhältnisse.

 

Meine Gratulation geht an den Titel-Verteidiger auf der Mitteldistanz Markus Fachbach (3:47:21), der schnellsten Dame Daniela Sämmler (4:09:44) und den Siegern auf der Olympischen Distanz Markus Herbst (2:01:20) und Diana Riesler (2:16:39) sowie an den Para-Triathleten Christian Troger, der bei diesen Verhältnissen ein besonders schweres Rennen hatte.

Alle Ergebnisse

Mein Fazit: Ein professionell organisiertes Event mit echt bayerischem Flair. Ein idyllischer See, der sich nicht nur zum Segeln eignet. Abwechslungsreiche Rad- und Laufstrecken und herzliche Gastgeber, die mit den Teilnehmern mitfiebern.

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