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Marathon des Sables: Nur noch wenige Tage bis zum Start

Am 2.4. geht es für Sportalpen Athlet Reini Schager ab in die Wüste. Der Marathon des Sables wird sein bislang größtes Highlight. Wie er die letzten Tage verbringt und was er alles einpackt, schildert er uns vor seiner Abreise.

Gut trainiert im Winter

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Bestens ausgestattet von Salomon

Das Training im Winter ist sehr gut verlaufen. Ich bin sehr zufrieden. Etwa die Hälfte der gelaufenen Kilometer habe ich mit einem 12 kg Rucksack zurückgelegt. Dabei habe ich immer wieder verschiedene Einstellungen ausprobiert. So wollte ich herauszufinden, wo und wie ich mein Gepäck am besten montiere, um möglichst uneingeschränkt lange laufen zu können. Zudem bin ich sehr viel im Tiefschnee und auf tiefem Boden gelaufen, um das erschwerte Vorwärtskommen im Sand zu simulieren. Es sind doch einige Kilometer zusammengekommen, in den letzten 5 Monaten waren es ca. 1.900 km – und natürlich auch einige Höhenmeter.

Die richtige Ausrüstung für den Wüstenlauf

Wichtig war auch, dass ich meine Bekleidung und die Schuhe ausprobiere und einlaufe. Über Sportalpen wurde ich von Salomon mit der S-Lab Kompressionsbekleidung ausgestattet. Als Schuh werde ich den Salomon S-Lab XT6 RD laufen, der meiner Meinung nach die perfekte Wahl für das Projekt ist. Er ist leicht, hat aber eine harte Sohle. Das ist vor allem beim Laufen in ausgetrockneten Flussbetten extrem wichtig, die mit scharfem Gestein gespickt sind. Meine Gamaschen habe ich von einem Schuster annähen und verkleben lassen. Das sieht jetzt wirklich gut aus und ich hoffe, dass es bei der Hitze lange hält.

Meine Pflicht-Ausrüstung und die Verpflegung habe ich auch schon zusammengetragen. Hier mache ich aber immer noch kleine Justierungen, speziell bei der Nahrung.

Rückschlag vor dem Durchstart zum Marathon des Sables

Meine letzten Trainingszeiten waren recht passabel – das heißt Marathon mit 12kg in 3:54 min. Also ein Ausgangspunkt, der gepasst hätte. Leider hat mich letzte Woche doch noch eine Grippe erwischt. Ich habe lange dagegen angekämpft, aber sie war stärker als ich. Leider war auch eine bakterielle Entzündung im Spiel, daher musste ich sogar Antibiotika nehmen. Da kommen einem natürlich teilweise schon Gedanken daran, das Projekt abzusagen. Speziell wenn man im Bett liegt und es schon anstrengend ist, nur zur Toilette zu gelangen.

Gott sei Dank ist es für mich heute aber schon wieder sehr viel realistischer und nun auch fix, dass ich beim Marathon des Sables starten werde. Ich hoffe, ich habe nicht all zuviel von meiner Leistungsfähigkeit eingebüßt, muss mich nicht zu extrem schinden und schaffe die Etappen in einer halbwegs akzeptablen Zeit.

Es wird wahrscheinlich nicht leicht werden, aber die Tatsache, dass ich im Februar körperlich top fit war stimmt mich zuversichtlich. Ich werde auf alle Fälle mein Bestes geben und schauen, was an den Tagen beim Marathon des Sables unter diesen Umständen möglich ist.

Im Großen und Ganzen freue ich mich schon sehr auf das Abenteuer, das nächsten Donnerstag am 3.4. beginnen wird.

Übrigens: Mein Rucksack wird ohne Wasser ca.7,4kg haben. Darin befinden sich eine Notfallrakete, Plan, Bekleidung, Schlafsack, Schlangenbiss-Set und Ernährung für alle sieben Tage. Ich glaube das passt ganz gut und ich habe alles Wichtige dabei. Auch meine neue GoPro 3+ Hero mit der ich möglichst viele Momente einfangen möchte um euch diese dann mit euch zu teilen. Drückt mir die Daumen, nach meiner Rückkehr werde ich vom Lauf in der Wüste berichten.

Reini

 

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