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© Philipp Reiter

Trailrunning für Einsteiger

5 Tipps vom Salomon-Profi

Elite-Ultra Runner und Salomon Athlet Martin Schedler kann sich gut an seine ersten Schritte im Trailrunning erinnern. Beim Pitztal Alpine Ultra Trail hat er seine Tipps und Tricks für Einsteiger verraten, mit der Erfahrung von über 20 Jahren auf den Trails.

Das ist hier die Frage

Wer von Null mit dem Trailrunning beginnt, widmet sich in der Regel zuerst dem Offensichtlichen: der Ausrüstung. Ratgeber zum Material gibt es unter anderem hier oder direkt im Fachhandel; in der Regel ist das dann auch schnell gefunden. Doch Martin Schedler empfiehlt noch vor dem Loslaufen sich der wichtigsten Frage zu stellen: Warum will ich Trailrunner werden?

Spaß im Vordergrund

Wer sich direkt in Langdistanzen verzettelt, hat in der Regel wenig Erfolg – und noch weniger Spaß. „Für mich steht beim Trailrunning immer noch das Erlebnis im Vordergrund. Sich von allen Regeln und dem Druck des Alltags zu verabschieden und die Natur zu genießen. Vor allem am Anfang sollte die Zeit und die Kilometerzahl eine winzige Nebensache sein“, so der Salomon Athlet.

Erster Tipp: Genießen lernen

Langsam weiterentwickeln

Viele Trailrunner kommen vom Asphalt. Eine komplette Umstellung ist das Trailrunning nicht, doch es hat seine Eigenheiten. „Trailrunning ist vielseitiger und es bringt Abwechslung. Matsch, Wiesen, Schotter oder Waldboden beanspruchen die Muskulatur unterschiedlich“, so Schedler.

Durch die Variabilität minimiert man gleichzeitig das Verletzungsrisiko. Gleichzeitig wird Laufen insgesamt anstrengender, weil man Untergrund und Höhenmeter einrechnen muss. Sich langsam an längere Distanzen oder schnellere Zeiten heranarbeiten ist der beste Weg, um sich weiterzuentwickeln. Ein erstes Ziel für viele sind dabei die zehn Kilometer.

„Um die zehn Kilometer locker zu laufen, reichen in der Regeln schon drei bis vier Stunden die Woche. Einfach dreimal in der Woche eine Stunde laufen gehen, ein paar Höhenmeter einbauen und früher oder später wird man sein Ziel erreichen“, sagt Martin Schedler.

Zweiter Tipp: 1. Orientierungspunkt setzen

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Erfahrungen sammeln

Woher weiß man aber, dass man für die nächste Distanz bereit ist? „Es kommt immer darauf an, auf welchem Leistungsniveau man sich gerade befindet. Wenn man das festgestellt hat, kann man das nächste Ziel ins Auge fassen. Bringt man ein entsprechendes Level mit, kann man in zehn bis 12 Wochen schon einiges erreichen. Für einen Trailmarathon schadet es bestimmt nicht, etwa ein Jahr davor strukturiertes Training zu beginnen“, so Schedler weiter.

Die Dropout-Rate beim Pitz Alpine Glacier Trail zeigt auch dieses Jahr, dass sich viele Sportler einfach überschätzen. Dabei muss der Trend hin zu den Langdistanzen keineswegs für jeden Sportler das endgültige Ziel darstellen. Auch 20 Kilometer reichen – zumindest im Pitztal – um die Schönheit der Natur kennenzulernen.

Dritter Tipp: Realistische Ziele

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Essentials

Die Frage nach der richtigen Ausrüstung taucht im Trailrun-Leben immer wieder auf. Vieles, wie Schuhe und Bekleidung ist oft Geschmackssache und die Auswahl riesig. Alleine die Produktpalette von Salomon scheint endlos. Doch was braucht ein Einsteiger am Beginn wirklich?

„Für zehn bis 15 Kilometer reichen zunächst sicher Schuhe, Bekleidung und ein Trinksystem. Stöcke sind zum Beispiel am Anfang üblicherweise nicht notwendig. Auch beim Trinksystem kann man sich auf die essentiellen Stücke, wie etwa die Soft Flasks, konzentrieren.“

Sehr hilfreich für Anfänger, so Schedler, ist außerdem eine Multifunktionsuhr wie die Suunto. Auch wenn die Gründe dafür nicht gleich auf der Hand liegen:

„Natürlich ist die GPS Funktion im Gelände wichtig, ebenso die Herzfrequenz. Aber es motiviert vor allem ungemein, wenn man die Trainingskilometer in eine Datenbank wie Movescount hochlädt. Wochenkilometer, Streckenverlauf: All das sind Erfolgserlebnisse, die es leichter machen, dabei zu bleiben.“

Vierter Tipp: Gut gerüstet mit Wesentlichem

Überall zuhause

Das letzte Fragezeichen für Einsteiger steht schließlich hinter dem „Wo“. Doch die Antwort darauf ist überraschend einfach: „Trails findet man überall, auch wenn man nicht in den Bergen wohnt. Selbst Stadtbewohner können sich Routen mit Höhenmetern und verschiedenen Untergründen zusammenstückeln. Am Anfang ist es vorteilhaft, eine Hausrunde zusammenzubasteln, denn dann lassen sich Fortschritte besser messen und Erfolgserlebnisse sammeln“, sagt der Salomon-Profi.

Der Einstieg in die Trailrunning-Karriere beginnt also direkt vor der eigenen Haustüre.

Fünfter Tipp: Hausrunde basteln

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