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Die Sohle macht den Unterschied

Equipment-Check "Straße versus Trailrunning"

Welche Laufausrüstung ist für welches Terrain (Straße/Trail) geeignet? Wo sollte man auf eine spezielle Ausrüstung setzen? Wir haben uns bei Salomon Athlet Markus Rothberger erkundigt, wo die gravierenden Unterschiede liegen und was sie ausmacht. Warum er der richtige Mann für diese Auskunft ist? Weil er als früherer Marathon- und jetziger Trailläufer einfach schon alles gesehen und ausprobiert hat.

Der kleinste gemeinsame "Zweiteiler"

Wir starten bei der Bekleidung, die im Grunde sowohl auf der Straße als auch im Gelände ähnlich ist. Natürlich gibt es Unterschiede, die auf spezielle Bedürfnisse abgestimmt sind, aber es spricht nichts dagegen die selbe Laufhose und das gleiche Shirt für beide Einsatzbereiche anzuziehen. Erst wenn es an die Schutzbekleidung geht, tauchen die ersten deutlichen Unterscheidungen bei den Produkten auf: denn am Trail und vor allem am Berg ist es kühler und das Wetter kann schneller umschlagen. Eine dünne Jacke dabei zu haben ist daher nicht verkehrt. Im Frühling oder Herbst, wenn es weiter hinauf geht, sind Handschuhe, Haube sowie ein Buff ebenso ratsam, um gegen Kälte gewappnet zu sein. Beim Straßenlauf braucht man sich zwecks Ausrüstung nicht ganz so viele Gedanken zu machen. Sollte einen mal ein heftiger Regenschauer überraschen, gibt es die Möglichkeit die Strecke abzukürzen oder sich wo unterzustellen.

Die Wasserversorgung

Sobald das Training ein Pensum von 60 Minuten übersteigt sollte man für den Flüssigkeitshaushalt pflegen, egal ob man auf der Straße oder im Gelände unterwegs ist. Um die Lauf-Aktivitäten in vollen Zügen genießen zu können, haben Hersteller wie Salomon diverse Trinksysteme entwickelt, wie Trinkblasen oder Wasserflaschen. Diese sorgen dafür, dass die Flüssigkeitszufuhr während der Aktivität gesichert ist ohne dass man große Pause einlegen muss.

Neben den klassischen Laufrucksäcken, die auf fast keiner Trailtour fehlen, haben die Hersteller innovative Laufgürtel (Salomon Sensibelt) entwickelt, die sich auch perfekt für einen langsamen Dauerlauf eignen. Diese bieten eine elastische Passform, die beim Laufen für einen körpernahen und bequemen Sitz sorgt. Und die Trinkflasche ist jederzeit griffbereit. Optimal sowohl im Gelände als auch im urbanen Bereich.

Salomon Running Reportage
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Salomon Running Reportage
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Die Sohle macht`s aus

Wenn der Oberösterreicher auf den Trails unterwegs ist, greift er aktuell am liebsten auf den Salomon S/LAB Sense 8 Soft Ground zurück. Dieser Trailschuh bietet eine für das Gelände weiche Dämpfung unter dem Vorderfuß und sorgt für eine top Geröllableitung. Das socken-ähnliche Obermaterial sorgt dafür, dass keine Steine in den Schuh gelangen und im Fersenbereich ist der Schuh extrem weich. Dennoch sorgt er super Stabilität und Halt.

Für den Asphalt setzt Markus auf den neuen Salomon SONIC 4 Balance, von dem er absolut begeistert ist: „Der geht richtig ab.“ Der Straßenschuh trumpft mit seiner Dämpfung und Federung auf und sorgt für ein unglaublich reaktives Laufverhalten.

„Den größten Unterschied im Equipment findet man einfach in der Sohle“, sagt der Trailläufer. Für das Gelände muss sie viel gröber und mit Stollen ausgestattet sein. Auch die Gummimischung ist beim Trailschuh anders aufgebaut als der Straßenschuh, denn man braucht viel mehr Grip als auf dem Asphalt. „Er hat ein viel tieferes Profil, was bei matschigem Untergrund wichtig ist und die Dämpfung ist nicht so vorhanden wie beim Straßenschuh. Zudem ist der Trailschuh stabiler“, erklärt Markus weiter.

Ein grober Vergleich ist: Mit dem Trailschuh am Asphalt ist wie mit dem Enduro Bike auf der Straße – und umgekehrt natürlich genauso: mit dem Rennrad im Wald kommt man nicht weit.

Weitere nützliche Gadgets

Wenn man so will, ist im Trailrunning die Euipment-Range etwas breiter als beim Straßenlauf. Wie bereits erwähnt ist ein leichter Laufrucksack mit Sicherheitsausrüstung meistens dabei (TIPP: Verbandspackerl falls man im Gelände mal zu Sturz kommt) und auch Stöcke sind am Trail sehr nützliche Begleiter. Damit kann man sich das Bergauf laufen/gehen auf steilen Anstiegen erleichtern. Meist sind sie aus Carbon hergestellt,  dadurch sehr leicht und ausserdem faltbar für die Anbringung am Laufrucksack. Eine sehr gute Erklärung für den richtigen Stockeinsatz findet ihr auf der Seite von Salomon.

Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser

Wer sein Training effizient und gezielt steuern möchte hat seine Smart-Watch oder Sportuhr immer dabei. Sie liefert die wichtigsten Werte um sich im idealen Schwellenbereich zu bewegen und trackt zudem Strecke und Distanz. Eine GPS-Funktion ist vor allem nützelich wenn es durch unbekanntes Gelände geht. „Im Fall, dass man die Orientierung verliert sind die ‚Back-home-Funktionen‘ der GPS-Uhren entscheidend, denn dadurch wird die bisher gelaufene Route aufgezeichnet und man kann genau diesen Weg anhand des Displays auf seiner Uhr zurücklaufen“, so der 43-Jährige.

Weitere Faktoren, auf die man beim Kauf seiner nächsten Laufuhr unbedingt achten sollte:

Tragekomfort

Display

Akkulaufzeit (vor allem für längere Läufe)

Wasserdichtigkeit

Stoßfestigkeit und Robustheit

Funktionen und Steuerung

Konnektivität und Datenauswertung

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Die Dämpfung

Im Gelände kann der Läufer mit seiner Umgebung spielen und mit seiner Schrittwahl entscheiden, wie viel Dämpfung er durch den Untergrund bekommt. Da braucht der Schuh nicht viel mitzuhelfen und ist daher von Haus aus weniger gedämpft. 

Beim Straßenschuh hingegen spielt die Dämpfung eine größere Rolle, da der Asphalt nicht nachgibt. Der Schuh greift also unterstützend ein um Stöße zu absorbieren. Dabei sollte man bei der Laufschuh-Wahl seinen Laufstil einfließen lassen, damit die Dämpfung auf den Bereich konzentriert ist, wo man sie benötigt. Eine super Zusammenfassung zur richtigen Laufschuh-Wahl findet ihr bei Salomon. 

 „Strassenschuhe sind fürs Abrollverhalten gemacht, haben eine flachere Außensohle und bei weitem nicht so ein tiefes Profil wie ein Trailschuh“, sagt Markus. Zudem werden als Obermaterial leichte Meshstoffe verwendet und sie sind um einiges leichter als Trailrunningschuhe.

Markus Socken-Tipp

Zum Schluss hat Markus noch ein paar Tipps parat: „Bei Socken ist es ganz wichtig, dass man einen guten Halt hat. Aufzupassen gilt es bei neuen Socken, die noch glatt sind in Kombination mit neuen Schuhen. Damit sollte man keinen langen Lauf angehen – egal ob Trail oder auf der Straße –, denn das führt unweigerlich zur Blasenbildung. Unbedingt vorher die Socken waschen und generell gilt je älter desto besser.“

Abschließender Tipp für die richtige Schuhauswahl

Vor dem Kauf eines Laufschuhs sollte man sich immer ein paar Dinge überlegen: „Wie laufe ich? Benötige ich Support im Fersenbereich? Brauche ich eine Pronationsstütze bzw. generell eine Unterstützung?“ Der erfahrene Trailrunner rät dazu, sich als Laufanfänger keinen komplett unstabilisierten und ungedämpften Schuh zu kaufen, nur weil die Besten der Besten diesen laufen: „Wenn man einfach auf die eigenen Fähigkeiten Rücksicht nimmt und sich mit dem Mitarbeiter im Fachhandel berät, dann findet man den für sich richtigen Laufschuh.“

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