Triathlonbekleidung
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Cocoon: Die Triathlon Modemarke im Interview

Cocoon ist Sportlern in der Szene längst ein Begriff. Seit ein paar Jahren versorgt die junge Marke die Triathlon Community mit funktioneller und modischer Bekleidung. Die Spezialisierung auf den Multisport ist das Resultat der Begeisterung der Gründer für den Ausdauersport. Wir haben uns mit Michael Duchek von Cocoon über die speziellen Bedürfnisse von Triathleten, dem Textil-Faktor im Sport und ein ungewöhnliches Fotoshooting unterhalten.

Triathleten sind eigentlich klassische Outdoor-Sportler. Wie seid Ihr darauf gekommen eure neue Kollektion Indoor – in der Ferry Dusika Halle – zu testen?

RennradtrikotsDas Bahnfahren erlebt derzeit eine kleine Renaissance. Nicht unbedingt bei den ambitionierten Rennfahrern sondern eher bei Quereinsteigern. Das ist natürlich schön zu sehen und bewahrt das Dusika-Stadion – zumindest bis auf weiteres – vor der drohenden Schließung, was sehr schade wäre, weil es Österreichs einzige Radhalle ist. In Bezug auf unsere Produkttests bietet die Halle einige Vorteile. Man ist etwa komplett wetterunabhängig und kann sich bei den Tests selbst aufs Wesentliche konzentrieren, ohne „Störfaktoren“ wie Wind, Straßenbeschaffenheit, etc.

Neben den Tests habt Ihr die Halle für ein Fotoshooting genutzt. Auch das ist ungewöhnlich. Was kam dabei heraus?

Vor allem beeindruckende Fotos. Nicht zuletzt dank dem besonderen Gespür unseres Fotografen. Der macht nicht nur hervorragende Fotos sondern bringt auch viel Erfahrung im Bereich Sportfotografie mit. Einerseits ist er selbst sportlich sehr aktiv, andererseits konnte er schon bei tollen Events wie dem Race Across America als Fotograf dabei sein.

Hattet Ihr die ganze Halle für euch allein?

Laufbekleidung in AktionJa. Die Terminkoordination war allerdings überraschender Weise gar nicht so einfach. Was zeigt, dass doch Betrieb auf der Holzbahn herrscht. Es trainieren ja auch Turner und Leichtathleten in der Halle, denen die Bahnfahrer aber nicht im Weg sind. Uns war es ein Anliegen kein Training zu stören und uns ganz auf unsere Sache konzentrieren zu können.

Woher stammte die Rennrad-Ausrüstung für das Shooting?

Die Räder hat uns dankenswerterweise Bernhard Kohl zur Verfügung gestellt. Der hatte nagelneue BMC-Bahnräder vor Ort. Zusätzlich haben wir ein ganz besonderes Bahnrad von LOOK direkt aus Frankreich geliefert bekommen. Das ist der persönliche Renner des französischen Bahnrennfahrers Grégory Baugé, mehrfacher Medaillengewinner bei Olympia und Weltmeisterschaften. Das war natürlich lässig, mit dem Rad ein paar Runden drehen zu können.

Welche Ansprüche stellt ein Triathlet an die Radbekleidung?

Radfahrer auf der RennradbahnTriathleten sind bei den Triathlon-Tops enge Schnitte gewohnt. Oft werden daher auch Radtrikots eher eng getragen. Wir haben heuer mit unserem neuen Aero-Jersey „Flume“ ein sehr eng geschnittenes Trikot entwickelt, das sowohl als Radshirt aber auch für Zeitfahr- oder Triathlonbewerbe als Race-Top optimal einsetzbar ist.
Bei den Hosen sind Triathleten an dünne, elastische Sitzpolster in den Tripants gewöhnt, die sowohl am Rad als auch beim Laufen verwendet werden. Vielen Triathleten reicht daher auch in Radhosen ein eher dünneres Polster – zumindest für kürzere Radausfahrten.

Für das neue Flume Aero-Jersey habt Ihr vier verschiedene Textilien in zwölf Schnittbahnen untergebracht. Welchen Vorteil bringt dieser Aufwand?

Das Shirt ist sehr eng geschnitten und muss besonders wenn es bei Zeitfahr- oder Triathlonbewerben zum Einsatz kommt, eine optimale Passform aufweisen um bestmögliche Aerodynamik zu bieten. Für die schnitttechnische Optimierung haben wir viele einzelne Schnittbahnen benötigt um bestimmte Bereiche optimal an die Anatomie des Körpers anzupassen. Außerdem wurden dabei vier verschiedene Textilien verarbeitet. Etwa für die Einsätze unter den Armen ein besonders leichtes Air-Mesh oder ein wasserdichtes Gewebe für die Rückentaschen.

Laufen in der Dusika HalleBei euren Materialien vertraut ihr auf Ressourcen aus der Umgebung. Was bedeutet das für Firma, Umwelt und Kunde?

Bei der Entwicklung unserer Produkte liegen uns neben außergewöhnlichen Schnitten und dem typischen „Cocoon-Design“ vor allem ein bewusster und umweltschonender Einsatz von Ressourcen sowie Nachhaltigkeit am Herzen. Als österreichisches Unternehmen ist es uns sehr wichtig, dass Stoffe nicht um die halbe Welt transportiert werden, wenn es in Italien hervorragende Textilien gibt. Auch bei der Produktion nutzen wir ganz bewusst europäische Ressourcen.

Welche Rolle nimmt der Faktor Style in Eurer Kollektionsplanung ein?

Rennradoutfit Shirt und HoseDas war für uns immer schon wichtig. Schon ganz zu Beginn der Marke Cocoon, als man anderswo noch stark zwischen Sport und Mode getrennt hat und nur die Funktionalität bei Sportbekleidung in den Vordergrund gestellt wurde. Wir haben an uns immer schon den Anspruch gestellt, Design und Funktion zu vereinen. Der Slogan „Performance meets Lifestyle“ begleitet uns seit Entstehung der Marke und wurde aus unserer Unternehmensvision abgeleitet. Darin wird auch festgehalten, dass Cocoon-Produkte neben höchster Qualität und Funktionalität auch modisches und innovatives Design mit „Lifestyle-Faktor“ bieten sollen.

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