©

Downhill Fahrtechnik für den Bikepark

Drops, Northshores und enge Kurven verlangen vom Rider eine eigene Fahrtechnik beim Downhillen im Bikepark. Ein paar simple Tipps helfen, um Biker und Rad so richtig in Bewegung zu bringen.

Die Schnecke ist in jedem Bikepark eines der Highlights
Die Schnecke ist in jedem Bikepark eines der Highlights

Downhill Technik: Lernen von den Profis

Die Entwickler der Bikeparks legen den Weg nach unten für Downhiller so abwechslungsreich wie möglich an. Mehrere Lines mit unterschiedlichen Elementen aus Natur oder Menschenhand stellen die Mountainbiker vor eine Vielzahl an Herausforderungen. Schneller, sicherer und leichter abwärts geht es mit der richtigen Downhill Technik. Vor allem Neulinge, die sich dem Bikepark das erste Mal nähern, machen aus ihrem Besuch in der Anlage mit der richtigen Fahrtechnik schnell ein unvergessliches Erlebnis. Aber auch Fortgeschrittenen bietet sich etwa mit einer Kurzausbildung enormes Weiterentwicklungspotential. Immerhin lernt man bekanntlich nie aus. Wir waren mit Sabine Enzinger, der Geschäftsführerin der Fahrschule Elements Outdoor Sports im Bikepark Leogang unterwegs und haben die wichtigsten Fahrtechnik-Elemente fürs Downhillen zusammengefasst.

Drop – Airtime mit dem Downhill-Bike

Die Kunst, sich fallen zu lassen

Der Drop im Bikepark liefert für die meisten Downhiller eine Garantie in Sachen Adrenalinschub. Von kleinen Jumps bis zu mächtigen Sprüngen bieten Anlagen wie der Bikepark Leogang eine Grundlage für alle Könnerstufen. Im Vergleich zum „kompletten“ Sprung auf den Tables fehlt hier die Absprungphase. „Beim Drop geht es um die Kunst, sich fallen zu lasen“, so Sabine. Die Basics:

  • nicht aktiv abspringen
  • Körperschwerpunkt über den Pedalen
  • Schulterachse über dem Lenker
  • „leise“ landen
  • Blickrichtung nach vorne und in Augenhöhe
  • Griffe fest halten
  • Körperspannung aufbauen
  • Zehenspitzen nach unten

Die Schwerkraft bringt das Rad während des Sprungs oft automatisch in die richtige Landeposition. Im Zweifelsfall allerdings immer das Vorderrad in Richtung Landung „setzen“, denn da bietet die Federgabel viel Spielraum.

Table – What goes up must come down

Anziehendes Hinterteil

Eher für Profis: der Sprung über den Double
Eher für Profis: der Sprung über den Double

Der Table ist nicht unbedingt ein anfängerfreundliches Obstacle und nicht zuletzt deshalb eher auf Dirttracks zu finden. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einem normalen Table und einem Double. Beide Varianten besitzen Absprung und Landung, beim Double (Kicker & Landung) klafft jedoch ein Loch in der Mitte. Die Technik ist bei beiden Varianten gleich. Das Um und Auf dabei ist, die richtige Geschwindigkeit zu finden. Im Optimalfall geben Beobachtungen anderer Rider Aufschluss über den Speed. Beim Sprung selbst empfiehlt sich, „locker“ zu bleiben und nach dem Abheben das Hinterteil zu sich hinzuziehen. Mit der Erfahrung kommt der Erfolg.

Wallride, Anlieger und Schnecke – I ride the line

Wie auf Schienen

Drei Elemente – eine Fahrtechnik. Auch wenn Untergrund und Bauweise sich bei diesen Elementen unterscheiden: die Downhill-Technik bleibt dieselbe. „Der wichtigste Punkt ist, die Linie zu finden und das ganze Profil auf den Boden zu bringen“, sagt Sabine. Das heißt nicht zu spitz anfahren, ein frühes Einlenken vermeiden sowie Vorder- und Hinterrad in einer Linie – wie auf Schienen – zu bewegen. Weitere Eckpunkte:

Auf Wallrides wird der Speed einfach in die Kurve mitgenommen.
Auf Wallrides wird der Speed einfach in die Kurve mitgenommen.
  • bei zu viel Speed: vorher bremsen
  • Blick in Richtung Kurvenausgang
  • Schulterachse über den Lenker
  • Pedale waagrecht (Balance)
  • hoch anfahren
  • Körperschwerpunkt über den Pedalen

Step-Down, Stufen und Roller – Pump it or Jump it

Stoppt die Tritte!

Stufen können "gepumpt" oder gesprungen werden.
Stufen können „gepumpt“ oder gesprungen werden.

Sie repräsentieren die kleinen Elemente mit großer Wirkung. Wer sich mit Zeit oder Gegnern misst, holt hier die entscheidenden Sekunden heraus: Step-Downs bestehen aus einem Kicker samt einer Landung, die deutlicher niedriger ist als der Absprung. Ein Sprung ist hier unausweichlich. Anders verhält es sich mit den Stufen. Je nach Situation kann hier entweder gesprungen oder „gedrückt“ werden. „Beim Drücken (auch: Pumpen) wird das Bike aktiv nach unten gepresst und die Tritte ausgesetzt.“, erklärt Sabine. Roller wiederum sind massive „Bodenwellen“, die üblicherweise einfach „gedoubled“ – also übersprungen – werden können: Absprung bei Roller A und Landung bei Roller B.

Klingt einfach… und ist es auch. So wie für alle Elemente im Bikepark gilt für die Downhill Fahrtechnik generell: Übung macht den Meister, die richtige Technik den Sieger. Hier noch der Überblick über den Bikepark in Leogang:

Nützliche Links

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Nach Absenden des Kontaktformulars erfolgt eine Verarbeitung der von Ihnen eingegebenen personenbezogenen Daten durch den datenschutzrechtlich Verantwortlichen zum Zweck der Bearbeitung Ihrer Anfrage auf Grundlage Ihrer durch das Absenden des Formulars erteilten Einwilligung. Weitere Informationen