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David Lama am Masherbrum: Die „unmögliche Wand“

Im Juli/August 2014 will David Lama zusammen mit seinem langjährigen Kletterpartner Peter Ortner und dem erfahrenen Alpinisten Hansjörg Auer die Nordostwand des Masherbrum durchsteigen. Es wäre eine Premiere. 

Es gäbe leichtere Herausforderungen als den Masherbrum.
Es gäbe leichtere Herausforderungen als den Masherbrum.

Großprojekt in Pakistan 

Mit einer Höhe von 7.821 m ist der Masherbrum in Pakistan die Nummer 22 unter den höchsten Bergen der Welt. Seine Prominenz (2.457 m) lässt die eisbedeckten Wände wie einsame Wächter aus dem Karakorum-Gebirge ragen. Nicht unbedingt eine logische Wahl für ein Kletter-Projekt. David Lama sucht allerdings auch nicht nach naheliegenden Optionen – sondern Herausforderungen. Nach seiner freien Begehung am Cerro Torre folgt im Sommer 2014 der nächste große Schritt in der Kletter-Karriere des Österreichers. Zusammen mit Peter Ortner und Hansjörg Auer will er die noch undurchstiegene Nordwand des Masherbrum erobern.

„Unmöglich“

Der Karakorum Highway.
Der Karakorum Highway.

2006 versuchte sich als bisher einzige Gruppe ein Team von Russen daran, die zentrale Wand zu durchsteigen – und scheiterte. Überhaupt wurde der Masherbrum erst viermal bestiegen, zuletzt 1985. Das Wort „unmöglich“ begleitet das Projekt von Anfang an und von vielen Seiten. „Wir wissen, dass alles zusammenpassen muss: das Wetter, die Verhältnisse und natürlich auch unsere körperliche Fitness.“, sagt Peter Ortner. Die erste Fitness-Hürde hat die Dreierseilschaft bereits überwunden: Nach der langwierigen Anreise über den Karakorum Highway musste ein 100 Kilometer langer Fußmarsch zum Broad Peak (8.051 m) zurückgelegt werden.

Eine Leistung für Jahrzehnte

Wie die Eiger Nordwand mit einem Cerro Torre oben drauf.

Lama und Co stehen vor einer großen Aufgabe.
Lama und Co stehen vor einer großen Aufgabe.

Es ist nicht das erste Mal, dass David Lama und Peter Ortner sich in der Nachbarschaft des Masherbrum aufhalten. „Seit Peter und ich letztes Jahr in Pakistan waren, um einen ersten Blick auf die mächtige Nordostwand des Masherbrum zu werfen, hatte uns der Berg gefesselt.“, so Lama.

Doch nicht nur die Höhe macht für die Seilschaft den Reiz des Berges aus. Die gnadenlose Steilheit und die Topographie versprechen einiges: „Es ist wie eine Eiger Nordwand mit einem Cerro Torre oben drauf.“, erklärt der 23-Jährige.

Noch dazu werden die drei Tiroler im Alpinstil unterwegs sein, also ohne Hochlager, Fixseile oder Bohrhaken. Ein Projekt, so ambitioniert, dass es selbst den legendären Bergsteiger Reinhold Messner auf den Plan ruft: „Sollte das gelingen, wird es Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern bis das wiederholt wird!“.

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