Paragleiter in den Alpen X-Alps
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Red Bull X-Alps 2015

Extrem-Abenteuer quer durch die Alpen

Das mehrtägige Abenteuerrennen Red Bull X-Alps verlangt jedes zweite Jahr alles von seinen Teilnehmern. Zu Fuß und mit einem Paragleitschirm ausgerüstet, starten die Teilnehmer am 5. Juli 2015 von Salzburg mit nur einem Ziel vor Augen: Monaco. 

Das härteste Abenteuerrennen der Welt

Route der X-Alps 2015
Die Route der Red Bull X-Alps 2015.

Seit 2003 führt das „härteste Abenteuerrennen der Welt“ regelmäßig zu Fuß und mit dem Gleitschirm quer durch die Alpen. Start und Ziel ändern sich dabei nie, der Teil dazwischen schon. Alle zwei Jahre versuchen ein paar Dutzend Extremsportler so schnell wie möglich von Salzburg nach Monaco zu gelangen – per Luftweg und am Boden. Die Pressekonferenz zur Routen-Enthüllung am 19. März 2015 sorgte bei den Athleten für eine Überraschung: In diesem Jahr wird mit dem Wendepunkt in Brenta (Italien) ein deutlich südlicher verlaufender Kurs angepeilt. Erneut umfasst die Strecke dabei über 1.000 Kilometer (1.038). Neu ist in diesem Jahr der Prolog, ein eigenes Rennen vor dem Wettkampf, bei dem sich die Athleten Vorteile für die eigentlichen X-Alps sichern können.

Start X-Alps
Der geänderte Routenverlauf macht die X-Alps unvorhersehbarer.

Karten neu gemischt

Obwohl einige Abschnitte der Strecke gleich bleiben, werden die Karten beim Red Bull X-Alps 2015 neu gemischt. „Viele Spots kenne ich schon sehr gut. Die neuen Teilbereiche der Strecke werde ich mir vor Ort noch genauer ansehen.“, so der österreichische Salewa Athlet Paul Guschlbauer, der 2015 zum dritten Mal teilnimmt. Generell entscheidet die Planung neben den Wetterverhältnissen über Sieg und Niederlage. „Ich gehe die Strecke zuhause mit Google Earth durch. Dann erstelle ich Varianten für alle möglichen Szenarien, um mich perfekt auf die X-Alps vorzubereiten.“, meint Guschlbauer weiter.

X-Alps als Einteilungsfrage

Anstieg Berg X-Alps
Wann wird gelaufen, wann geflogen und wann gerastet? Alles eine Frage der Einteilung – und des Wetters.

Dass die Erfahrung bei der Einteilung von Flug- und Laufpassagen alleine nicht ausreicht, zeigte sich bei seinen ersten beiden Teilnahmen. 2011, als Rookie eher unbekümmert am Start, landete Guschlbauer gleich auf Platz drei. Zwei Jahre später belegte er Rang neun. „Heuer ist alles etwas anders. Ich bin viel entspannter und habe mich in die Sportwelt eingelebt. Damals arbeitete ich noch Vollzeit und hatte weniger Zeit mich dem Sport zu widmen. Ich freue mich schon riesig auf das Rennen.“, so der Salewa Mann.

Zusätzlich erschwert wird die Einteilung der Route durch die Vorgaben der Organisatoren. Mit einem Zeitfenster von 5:00-22:30 Uhr bleiben den Athleten „nur“ 17,5 Stunden pro Tag, um möglichst viele Kilometer zurückzulegen. Geflogen werden darf bis 21:30 Uhr. „Dieses Limit ist ein Schutz für die Athleten.“, meint X-Alps Mastermind Hannes Arch.

Die Turningpoints

Außerdem steht jedem Sportler noch ein taktisches Element zur Verfügung. Denn der Led Lenser Night Pass erlaubt jedem Teilnehmer eine Nacht „durchzumachen“. Wann das Ticket eingesetzt wird, bleibt jedem selbst überlassen. Ebenso wie der Routenverlauf an sich. Es gibt zehn Turningpoints, die von allen Teilnehmern absolviert werden müssen:

X-Alps Flug ueber Monaco
Die letzte Hürde ist der Weg ins Fürstentum Monaco.
  1. Salzburg Mozartplatz (Österreich)
  2. Gaisberg (Österreich)
  3. Aschau Chiemsee (Deutschland)
  4. Lermoos in Tirol (Österreich)
  5. Brenta (Italien)
  6. St. Moritz (Schweiz)
  7. Matterhorn (Schweiz)
  8. Mont Blanc (Frankreich)
  9. Annecy (Frankreich)
  10. Peille (Frankreich) – Zeitstopp & Zieleinlauf in Monaco

Prolog zu den Red Bull X-Alps

Online Tracking Strecke X-Alps
Per Online-Tracking lässt sich das Geschehen einfach verfolgen.

Völlig neu ist 2015 der Powertraveller Prolog. Drei Tage vor dem eigentlichen Start, am 2. Juli, bewältigen die Athleten einen Mini-Kurs im Salzkammergut, der den drei Gewinnern Vorteile verschafft. Jene drei Teilnehmer, die die Route von Fuschl über das Zwölferhorn zum Schafberg und zurück am schnellsten absolvieren, erhalten am 5. Juli einen Zeitvorsprung sowie einen zusätzlichen Night Pass. „Das ist schon ein Vorteil. Aber eine Nacht durchzumachen kostet natürlich auch viel Kraft.“, meint Guschlbauer dazu. Wie sich die einzelnen Athleten schlagen lässt sich über das Live-Tracking online verfolgen: einfach ab 5. Juli 2015 die Website des Red Bull X-Alps aufrufen und ins Rennen einsteigen.

 

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