Berglauf Silvretta 3000
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Mattle siegt beim Silvretta 3000

Lokalmatador mit seinem schönsten Triumph

Das Silvretta 3000 Rennen mauserte sich schnell zur Fixgröße für Bergläufer. Seit vier Jahren starten Höhenjäger in Ischgl auf drei unterschiedlichen Strecken in unbarmherzige Steigungen. 2015 befand sich unter ihnen auch Salomon Running Team Athlet Martin Mattle, der die Gegend in- und auswendig kennt. 

Go Hard in Ischgl

Das Silvretta 3000 ist für mich immer etwas Besonderes. Ein Heimrennen vor der Haustüre gibt es nicht alle Tage und deshalb war die Motivation bei diesem Berglauf extrem hoch. Schon einmal konnte ich beim Silvretta 3000 – damals auf der Medium Strecke – einen Sieg nach Hause holen. 2015 war die Zeit für die „Hard“-Variante gekommen. Mit 1.821 Höhenmetern auf 43,4 Kilometern eine Challenge, die es in sich hat.

Angriff ab der ersten Minute

Berglauf Martin Mattle
Martin Mattle beim Rennen.

Bereits kurz nach dem Start in Ischgl ging es steil bergauf. Schon bei dem ersten Anstieg versuchte ich mich abzusetzen, was auch auf Anhieb gelang. Mit niemandem vor mir, hieß mein erstes Zwischenziel Heidelberger Hütte, wo sich die bis dorthin gemeinsame Strecke in die Medium- und Hard-Variante teilte. Gleichzeitig begann hier der „Spaß“ allerdings erst so richtig. Denn der ohnehin anspruchsvolle Kurs wurde ab der Hütte zum schier endlosen Kampf – mit der Erlösung am Kronenjoch auf 2.974 Metern. So weit, so gut. Doch das war erst die Hälfte.  

Heimsieg beim Silvretta 3000

Teil zwei des Silvretta 3000 lockte mit einem 20 Kilometer Downhill bis zum Ziel. Das Schlimmste war also geschafft. Aber nur eigentlich. Denn am Weg vom Kronenjoch hinunter zur Jamtalhütte musste ich dem anstrengenden Aufstieg Tribut zollen. Nach und nach stellten sich Krämpfe in den Füßen ein. Die Verpflegungsstation im Jamtal half mir, über die gröbsten Schmerzen hinwegzukommen und bis dahin konnte niemand so richtig zu mir aufschließen. Das große Finale bestand aus einer sieben Kilometer langen Schleife, die mir noch einmal alles abverlangt hat. Am Ende rettete ich zweieinhalb Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten ins Ziel und nach 4:20 Stunden hatte ich den Sieg beim Silvretta 3000 Hard in der Tasche – meinen bisher schönsten Triumph!

 

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