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Sibylle beim Streif Vertical Up 2014

Sportalpen Athletin Sibylle Schild hat sich einer der schwersten Aufgaben der Berglauf-Saison gestellt – und das im Februar! Die 3,3 Kilometer bergauf mit 860 Höhenmeter waren ein intensiver Start in die noch junge Saison.

Sibylle vor dem Start.
Sibylle vor dem Start.

Road to Vertical Up 2014

Endlich war es so weit. Der Nachmittag des 22. Februar 2014 brach heran und ich machte mich zusammen mit meinem Freund Hermann auf nach Kitzbühel zum Vertical Up 2014. Mein Ziel für diesen Tag: Zusammen mit gut 660 anderen Sportlern die Streif zu bezwingen – aufwärts! Die Vorbereitung war schnell abgeschlossen. An den Füßen befand sich der mit Spikes bestückte Salomon Snowcross und in den Händen die extra angespitzten Stöcke. Noch eine kleine Portion Kaiserschmarrn und das Streif Vertical Up konnte kommen!

Die ersten Meter

Vor dem Rennen wird die Strecke analysiert.
Vor dem Rennen wird die Strecke analysiert.

Um 18:15 erklärten uns die Organisatoren beim verpflichtenden Briefing noch einmal alles, ehe wir im Anschluss in Speed- (vorne im Starterfeld) und Rucksackklasse eingeteilt wurden. Und dann der Startschuss. Die sauber separierten Gruppen vermischten sich schon nach wenigen Metern, denn jeder machte sich auf, um seinen Weg zu finden. Bei den schwierigen Verhältnissen versuchten viele ihr Glück im Gänsemarsch, weil die ausgetretene Spur schlicht leichter zu bewältigen war. Im ersten Steilhang löste sich das Feld dann etwas. Der Schnee wurde griffiger, das Eis häufiger und die Wege variantenreicher. Dieser Abschnitt war auch insgesamt der schwerste beim Vertical Up.

Fehlender Rhythmus beim Vertical Up

Immer wieder schlitterten Teilnehmer zu meiner Linken und Rechten einige Meter zurück. Für mich ging es stetig nach oben, aber ein Rhythmus wollte sich an diesem Tag einfach nicht einstellen. Bei der Hälfte des Rennens hatte ich auch noch eine Labestation verpasst und die Dunkelheit gab keinen Aufschluss über meine Position im Frauenfeld. Immerhin: Auf den flachen Passagen konnte ich einige Leute überholen. Manche auf Schneeschuhen, andere mit Tourenski und wieder andere in extrem ausgefallenen Kostümen!

Im Gänsemarsch über Mausefalle

Erschöpft im Ziel: Sibylle und Freund Hermann.
Erschöpft im Ziel: Sibylle und Freund Hermann.

Etwas später beim Vertical Up baute sich vor mir die berüchtigte Mausefalle auf. Nie im Leben kommt die Stelle im Fernsehen so steil rüber! In der Mitte des Hanges hatten die Organisatoren sogar ein Seil gespannt. Ich ordnete mich aber lieber im Gänsemarsch ein. Ein Fehler – denn immer wieder musste ich pausieren, da die Schlange ins Stocken kam.

Dann endlich: das Ziel! Vom Finish (üblicherweise das Starthaus beim Skirennen) aus hörte ich Hermann rufen, der mich dieses Mal ordentlich abgehängt hatte. Nach 54 Minuten und 7 Sekunden war auch ich am sprichwörtlichen Ende. Zufrieden. Denn ich blieb unter meiner Vorgabe von einer Stunde und landete in der Frauenwertung auf Platz 15.

Sibylle

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