Markus Hinterberger am Rennrad beim Triathlon
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Triathlet Markus im Doppel-Einsatz

Nach Porto Colom ist vor Parndorf

Eines meiner Vorhaben für die Saison 2015 ist Bewerbe zu absolvieren, bei denen ich bis jetzt noch nicht an der Startlinie gestanden bin. Da traf es sich also optimal, das am 12. April in Porto Colom, im Südosten Mallorcas, ein Triathlonevent am Programm stand. 

Triathlon Mallorca Wettkampf
Das Schild bewegte Markus zur Verlängerung seines Trainingslagers

Spontane Trainingslager-Verlängerung

Zwei Wochen vor dem Triathlon in Mallorca befand ich mich schon in der intensiven Vorbereitung für meine Saisonhighlights – der Ironman Austria in Klagenfurt ist ja nur noch rund zweieinhalb Monate entfernt. Als ich vom Triathlon im beschaulichen Porto Colom erfuhr, war klar: dort will ich starten. Das Trainingslager wurde spontan um ein paar Tage verlängert, ich meldete mich für den Bewerb über die 111er Distanz (1 km schwimmen, 100 km Rad fahren, 10 km laufen) an und suchte mir ein nahe gelegenes Hotel. Denn von meinem eigentlichen Trainingsmittelpunkt zwischen Alcudia und Pollenca im Norden der Insel war es mir dann doch zu weit, zumal der Check-In bereits am Vortag erfolgte.

Triathlon Porto Colom – Willkommen im Süden

Start Triathlon Mallorca
Markus vor dem Start.

Bereits bei der Ankunft am Vortag staunte ich nicht schlecht, als rund drei Stunden vor dem Check-In einzig und allein eine Tafel mit der Aufschrift „Info-Point“ zu sehen war. Bis auf Skizzen der einzelnen Teilstrecken war allerdings weit und breit nichts von Informationen zu sehen. „Willkommen im Süden“, dachte ich mir. Auch von einem möglichen Schwimmstart war nichts zu sehen. Also fragte ich einen Helfer vor. Ort Der deutete allerdings nur auf das Wasser, immerhin mit einem Lachen im Gesicht. Nicht auszudenken, welche Entrüstung es in der Heimat geben würde, wären das die einzigen Informationen am Tag vor dem großen Rennen. Ein paar Stunden später war immerhin die Wechselzone eingerichtet und das Race-Briefing erfolgte. Zwar mit fast 45 Minuten Verspätung, aber immerhin doch.

Das Rennen

Nachdem ich mir mit den Erfahrungen des Vortages in der Früh doch etwas mehr Zeit lassen konnte und die Wechselzone spontan für gut 30 Minuten länger geöffnet blieb, startete ich in aller Ruhe und mit der notwendigen Gelassenheit meine Wettkampfvorbereitungen. Als es plötzlich hieß: „Der Startschuss erfolgt pünktlich – fünf Minuten auf oder ab.“ wurde es dann doch etwas stressig. Also schnell rein in den Neoprenanzug, kurz einschwimmen im noch etwas frischen Meer und schon ging es los.

Triathlon entlang der Küste

Nach dem Schwimmen wusste ich, dass der Körper an diesem Tag definitiv keinen Salzmangel haben wird. Schnell in die Wechselzone und rauf auf’s Rad, in die erste von zwei Runden zu je 50 Kilometern. Zweimal ging es ins Landesinnere, zweimal den Berg Puig de Sant Salvador hinauf und dann wieder hinunter und retour an die Küste. Die Laufstrecke bestand aus zwei Runden zu je fünf Kilometern, die im Hafen von Porto Colom immer der Küste entlang bis zum Leuchtturm und wieder zurück führten. Pro Runde warteten zwei leichte Anstiege. Im Ziel angekommen, war ich mit meiner Zeit von 04:20 Stunden nicht unzufrieden.

Der besondere Reiz

Start Triathlon Mallorca
Der Start an der Promenade.

Ich hatte mein Ziel erreicht, noch einmal einen letzten Reiz zu setzen, dem Körper etwas Neues zu geben, um vom Trainingslager noch mehr zu profitieren. Mal schauen, ob mein Konzept tatsächlich aufgeht. Trotz aller „Umstände“ vor dem Rennen: Der Bewerb ist landschaftlich und für einen Mitteleuropäer auch aus organisatorischer Sicht ein echtes Erlebnis. Außerdem durfte ich feststellen, dass Bewerbe mit Windschattenverbot tatsächlich möglich sind und problemlos durchgeführt werden können. Die Starterinnen und Starter müssen sich nur daran halten. Es war der bislang fairste Triathlon meiner Karriere! Für die Liebhaber der kürzeren Strecke: Es gibt auch einen 55.5 Bewerb im Programm. 

Abflug aus Mallorca – Burgenland Duathlon im Visier

Laufkurs Duathlon Parndorf
Markus in seinem Element.

Nach 16 Tagen ging auch für mich das bisher längste und intensivste Trainingslager zu Ende. Ich konnte viel lernen, Neues erfahren und zog noch im Flugzeug ein positives Fazit. Auch wenn ich mitten in der Nacht in Wien-Schwechat gelandet bin, konnte ich bereits aus dem Flugzeug den Austragungsort meines nächsten Bewerbs erspähen: Parndorf im Burgenland, rund 40 Kilometer von Wien entfernt. Nahe des Neusiedler Sees gelegen, gibt es dort neben einem Einkaufstempel noch eine weitere spannende Attraktion: den Burgenland Duathlon. Nur wenige Tage nach dem Trainingslager wollte ich bei dem Bewerb unbedingt starten, wohlwissend, dass danach ein längerer Trainingsblock auf mich wartet. Rund zwei Stunden vor dem Start kam ich am Veranstaltungsgelände an – völlig ausreichend, zumal die Organisation auch in diesem Jahr einwandfrei war („Willkommen in Österreich“) und ich die Örtlichkeiten bereits kannte. Nach einer ruhigen Trainings-/Erholungswoche sollte dieser Bewerb sozusagen der Startschuss für die nächste intensive Trainingsphase sein.

Hohes Tempo gleich zu Beginn

Der Burgenland Duathlon ging über die Distanzen 10 km laufen, 40 km Rad fahren und 5 km laufen. Schon in der ersten von vier flachen Laufrunden zu je 2,5 km konnte ich mich in der Verfolgergruppe gut positionieren. Nach rund 35 Minuten wartete in der Wechselzone bereits das Rennrad. Zwei Runden zu je 20 km mussten am Rad absolviert werden, bevor es für mich nach 01:03 Stunden auf die abschließenden fünf Laufkilometer ging. Beim Laufen konnte ich wie schon zu Beginn hohes Tempo gehen und noch einige Plätze gut machen, bevor ich auf den letzten 1,5 km etwas zurückstecken musste. Aber: Mit einer Zeit von 01:57 Stunden konnte ich einen Duathlon über diese Distanz zum ersten Mal deutlich unter der Zwei-Stunden-Grenze finishen. Das stimmt mich nach dem kürzlich zu Ende gegangenen Trainingslager und vor allem eine Woche nach dem ersten Triathlon der Saison sehr positiv.

Motivationsschub für die Saison

Der Abstand zur absoluten Spitze wird kleiner, darauf lässt sich aufbauen. Zugleich ist es auch eine Motivation für die nächsten intensiven Trainingswochen. Einziger Wermutstropfen: Aufgrund meiner kleinen Probleme zum Ende hin, konnte ich in den Kampf um die Podestplätze in meiner Altersklasse (AK) nicht mehr eingreifen und auch der Top 10 Platz in der Gesamtwertung war nicht mehr zu erlaufen. Schlussendlich wurde es ein 4. Platz in der AK und ein 12. Gesamtrang. Ein besonderes Kompliment darf ich den Organisatoren aussprechen: Gute Organisation, starkes Teilnehmerfeld, ein fairer Wettkampf und was wie ich finde auch einmal erwähnt gehört: Ein Startersackerl, von dem sich so manche große Laufveranstaltung in Wien mehr als nur eine Scheibe abschneiden kann.

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