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Die 6 wichtigsten Tipps für Wanderfüße

Schmerzende Füße beim Wandern? Muss nicht sein!

Der Sommer ist da, der Berg ruft. Ob Sonnenaufgangs- oder Sonnenuntergangstour, Tagesausflug oder Weitwanderung, Anfänger oder Langzeit-Wanderin, für jeden halten die Berge ein besonderes Erlebnis parat. Damit es nicht zu einem vorzeitigen Abbruch des Abenteuers oder schlechten Erinnerungen aufgrund schmerzender Füße kommt, haben wir die wichtigsten Tipps für eine erfolgreiche, schmerzfreie Wanderung zusammengestellt.

#1 Ausreichende Vorbereitung

Um in hohen Höhen keine schmerzenden Füße zu bekommen, sollte man sich im Vorhinein ausreichend vorbereiten. Das gilt natürlich umso mehr bei langen Strecken und Mehrtagestouren. Regelmäßige Übungen für die Füße helfen die Fuß- und Wadenmuskulatur zu kräftigen und fördern die Durchblutung. Übungen wie ein 30-60-sekündiger einbeiniger Stand schulen überdies das Gleichgewicht.

Barfuß gehen ist ebenso eine ideale Möglichkeit, um Füße zu stärken und die Körperhaltung zu verbessern. Durch Einnehmen einer aufrechten Haltung und ständiges Ausbessern von Unebenheiten im Untergrund lernen die Füße automatisch, wie sie sich gesund bewegen. Das beugt der Entstehung von Fußfehlstellungen vor. Zusätzlich wird auch hier die Durchblutung gefördert, was die Blutgefäße entlastet und der Bildung von Krampfadern entgegenwirkt.

#2 Pflege der Füße vor und nach der Wanderung

Bereits im Vorfeld kann man seine Füße entsprechend pflegen und vorbereietn. Zum Beispiel werden Zehennägel geschnitten, um Verletzungen durch abstehende Nägel zu vermeiden. Spezielle Fußcremes und -balsame versorgen die Haut mit wichtigen Nährstoffen und machen sie widerstandsfähiger. Diese sollten allerdings nicht direkt vor der Wanderung aufgetragen werden, da die Füße zu dem Zeitpunkt möglichst trocken sein sollten, um spätere Reibung zu verhindern.

Nach der Wanderung entspannt ein Fußbad die beanspruchten Muskeln. Anschließend sollte man eine nährreiche Fußcreme auftragen und vielleicht findet sich ja sogar jemand für eine angenehme Fußmassage.

#3 Augen auf bei der Sockenwahl

Meist liegt das Hauptaugenmerk auf den Schuhen. Zu diesen kommen wir gleich, doch erst gibt es noch ein paar Dinge zu beachten, wenn es um gute Wandersocken geht. Klassische Baumwollsocken mögen zwar warmhalten, doch verleiten sie zum Schwitzen. In feuchten Socken wird die Hornhaut aufgeweicht und es kommt schneller zur Blasenbildung.

Trekkingsocken hingegen sind speziell so entwickelt, dass sie die Flüssigkeit nach außen tragen und besonders eng anliegen. Das Problem: Durch die verarbeiteten Kunststofffasern nehmen sie leichter unangenehme Gerüche auf. Socken aus Merino-Wolle können die Temperatur gut regulieren und Feuchtigkeit aufnehmen, bleiben dabei aber gleichzeitig geruchsneutral.

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#4 Zeit nehmen für die Schuhwahl

Einer der wohl wichtigsten Punkte in Bezug auf die passende Wanderausrüstung. Als erstes überlegt man sich, wofür genau der Schuh eingesetzt wird. Wird er hauptsächlich bei Sonnenschein getragen oder doch auch an kälteren, regnerischen Tagen oder sogar in Gebieten wo noch Schneereste liegen können? Möchte man sich damit auf felsige Pfade oder breite Waldwege begeben oder doch eher über weiche Almwiesen und auf Schotterstrassen unterwegs sein?

Wenn es dann zum Sporthändler geht, nimmt man sich am besten genügend Zeit für Beratung und Anprobe. Idealerweise bringt man seine Wandersocken mit, um die ideale Größe und Passform zu finden.

TIPP: Vor der ersten Wanderung im neuen Schuh herumlaufen! Je besser er sitzt, desto weniger Probleme wird man später haben.

#5 Tausche die Serieneinlagen aus

In den meisten Fällen sind die herkömmlichen Standardeinlagen nicht allzu hochwertig. Um den Schuh perfekt auf individuelle Bedürfnisse abzustimmen, empfiehlt es sich deshalb, diese Einlage auszutauschen.

Je nach Bedarf bieten Einlagen eine bessere Dämpfung, verbessern die Passform oder verhelfen zu einer aufrechten Körperhaltung. Im Allgemeinen erhöhen sie den Komfort sowie die Trittsicherheit, geben Halt und verleihen so dem Wanderschuh den letzten Schliff.

Sollte man an Fehlstellungen, wie etwa Platt- oder Spreizfüßen, leiden, kann ein Facharzt mit der Verschreibung von orthopädischen Schuheinlagen helfen.

Tipp: Die Einlagen werden dann von einem geschulten Orthopädieschuhtechniker passgenau auf individuelle Bedürfnisse angefertigt.

#6 Rucksack packen mit Bedacht

Wenn es darum geht, was man zu einer Wanderung alles mitnehmen sollte, scheiden sich die Geister. Allen voran gilt allerdings: So wenig wie möglich, so viel wie nötig! Denn leichtes Gepäck bedeutet auch weniger Gewicht, das die Füße tragen müssen. Kleine, leichte Rucksäcke und funktionelle Kleidung sparen Gewicht. Beispiele dafür wären 3-1-Jacken und Hosen mit abnehmbaren Beinen. Wasserflaschen kann man unterwegs bei diversen Brunnen und Quellen auffüllen.

Ein Erste-Hilfe-Set  darf nicht fehlen. Neben Blasenpflastern für die Füße sollte es auch Socken zum Wechseln beinhalten. Bei brennenden Füßen kontrolliert man am besten zuerst, ob die Schuhe zu festgebunden sind oder sich die Socken gefaltet haben. Ansonsten hilft Franzbranntwein-Gel, um die Durchblutung anzuregen. Um müde Füße wieder zu aktivieren, ist Beifußöl zu empfehlen.


Fazit: Vorsorge im Tal statt Sorgen am Berg!

Für eine schöne, unbeschwerte Wanderung braucht es mehr als traumhaftes Bergwetter und unentdeckte Bergspitzen. Es fängt bei Fußübungen an und endet bei den nötigen Mitbringseln im Rucksack. Mit diesen Tipps ist man auf jeden Fall gut vorbereitet!

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